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Bulla Regia

Der Ort Bulla Regia liegt etwa 55 Km südlich von Tabarka. Die Landschaft ist hier sehr fruchtbar und Bulla Regia liegt direkt an der Haupthandelstraße Tunesiens, was den hier ansässigen Menschen schon immer einen gewissen Wohlstand beschert hat.

Was den Ort so interessant macht, sind die unterirdischen Bauwerke, welche von den Römern ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurden. Man nimmt an, dass diese Villen als Kopien der Behausungen von den Berbern im Süden Tunesiens gebaut wurden. Die Bauwerke liegen größtenteils unter der Erde, lediglich ein nach oben offener Innenhof lässt etwas Licht und Wärme hinein. Grund für die unterirdische Bauweise ist die Hitze in den Sommermonaten. Die Römer waren nicht an solch hohe Temperaturen gewohnt und suchten daher einen Weg, das Leben in der heißen Jahreszeit erträglicher zu machen.

In Bulla Regia gibt es ein großes Ausgrabungsgelände, das täglich – außer Montag – geöffnet ist. Besonders sehenswert sind hier die Thermen der Julia Memmia aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Sie sind sehr gut erhalten und bestehen aus einen großen zentralen Bereich mit Frigidarium sowie den angrenzenden Ruhe- und Schwitzräumen. Ebenfalls interessant ist das mit massiven Stützpfeilern gemauerte Theater, in dem man noch Reste der ehemals farbigen Marmorböden erkennen kann.

Im „Maison de la Chasse“ (Palast der Jagd) kann man Reste wunderschöner Mosaiken und gut erhaltene Wohn- und Schlafräume bestaunen und hautnah nachvollziehen, wie das Leben der Bewohner einst aussah. Direkt nebenan liegt der „Maison de la Nouvelle Chasse“ (Palast der Neuen Jagd). Hier erkennt man die Bautechniken der römischen Handwerker - am besten zu sehen an den so genannten Amphorengewölben. Man steckte mehrere Tonröhren ineinander und verband diese mit Gips, so dass ein Bogen entstand. Diese Bögen wurde dann aneinandergereiht, bis sich ein stabiles Gewölbe bildete. Diese Bautechnik entstand hauptsächlich durch den Mangel an Holz in Tunesien und man staunt heute noch über den Erfindungsreichtum der Römer.

Weitere sehenswerte Reste antiker Architektur sind im „Maison d´Amphitrite“ und im „Maison du Trésor“ (das Schatzhaus) zu finden. Neben zahlreichen Mosaiken wurden hier auch große Mengen von römischen Goldmünzen gefunden.

 

 

 

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