Tunesien Urlaub - die Insel Djerba
Im Südosten Tunesiens liegt die rund
500 Quadratkilometer große Insel Djerba.
Sie ist seit vielen Jahren ein beliebtes
Badeparadies und wurde bereits in der
Antike als Erholungsort aufgesucht.
Djerba ist fast komplett eben, die
höchsten Erhebungen messen gerade mal
knappe 60 Meter. Der fruchtbare Boden
der Insel wird seit jeher als Ackerland
genutzt, die Menschen leben aber heute
größtenteils vom Tourismus. Dem Besucher
wird auf Djerba alles geboten, was er
von einem modernen Urlaubsparadies
erwartet.
Kilometerlange feinsandige
Strände, Palmen, türkisgrünes Wasser
sowie unzählige Ausflugs Sport- und
Freizeitmöglichkeiten. Bei der Wahl des
passenden Hotels hat man ebenfalls die
freie Auswahl, von der einfachen
2-Sterne Landesklasse Unterkunft bis zum
5 Sterne Nobelpalast findet sich hier
alles was ein Tunesien Urlauber wünschen
kann.
Sie erreichen die Insel Djerba per
Flugzeug – der Flughafen liegt etwa 8 Km
von der Inselhauptstadt Houmt Souk
entfernet, oder mit einer Fähre, die
zwischen Gabes (Festland) und Adjim
(Insel) verkehrt. Seit einigen Jahren
verbindet zusätzlich ein Damm die Stadt
El Kantara auf dem Festland mit der
gleichnamigen Enklave auf der Insel.
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Die Hauptstadt Djerbas heißt Houmt Souk,
was übersetzt soviel wie „Ort des
Marktes“ bedeutet. Sie entstand an dem
Ort, wo früher die Bauern zusammenkamen,
um ihre Waren feilzubieten, daher der
Name. Houmt Souk hat heute etwa 20.000
Einwohner, und ist ganz auf den
internationalen Tourismus eingestellt.
(Bild: pixelio.de,
Fotograf: catlovers) |
In den malerischen Gassen
finden Sie zahlreiche Geschäfte,
hauptsächlich wird hier traditionelles
Kunsthandwerk sowie Keramik aller Art
angeboten. Auch Cafés und Restaurants
sind in ausreichender Zahl vorhanden.
Houmt Souk bietet seinen Besuchern
einige interessante Sehenswürdigkeiten.
Wer gerne Gotteshäuser besucht, dem sei
ein Besuch der beiden Moscheen
empfohlen. Im Osten der Stadt befindet
sich die Fremdenmoschee - ein reich
geschmückter und mit mehreren Kuppeln
versehender Sakralbau aus dem 17.
Jahrhundert. Direkt im Stadtzentrum
liegt die Türkenmoschee. Sie wurde etwa
zur selben Zeit wie die Fremdenmoschee
erbaut und erfüllt noch heute ihren
Zweck als Gebetsstätte für die Gemeinde
der Malekiten. Aus diesem Grund haben
Touristen leider keinen Zutritt, ein
Besuch lohnt sich aber allein wegen dem
imposanten Äußeren des Gebäudes auf
jeden Fall. Weitere lohnende
Ausflugsziele sind das Volkskundemuseum
mit seinen Trachten, Schmuckstücken und
Keramikarbeiten sowie die Hafenanlagen „Bordj
el-Kebir“.
Östlich von Houmt Souk schließt sich
fast übergangslos die Hotelzone von Sidi
Mahrez an. Hier finden Sie ein riesiges
Angebot an Sport und
Freizeitmöglichkeiten von Wassersport
aller Art über Golf, Tennis und
Gleitschirmfliegen bis hin zu
traditionellen Dingen wie Kamel oder
Dromedarreiten. Auch für
Abendunterhaltung ist hier bestens
gesorgt – wie wäre es z.B. mit einem
Folkloreabend im Beduinenzelt?
Etwas weiter östlich schließt sich eine
zweite Hotelzone namens „Plage de la
Seguia“ an, die sich in ihrem Ambiente
und Angebot kaum von Sidi Mahrez
unterscheidet. Die Bebauung ist
allerdings etwas großzügiger und
weitläufiger, da der Ort früher ein
beliebtes Urlaubsziel in Tunesien für
Wohlhabende war.
Keine Touristenhochburgen, aber ganz
sicher einen Ausflug wert sind die
Städtchen Midoun, Er-Rhiad und El May im
Landesinneren von Djerba. Hier findet
noch das traditionelle Leben der
Inselbewohner statt. Malerische Gassen,
kleine Handwerksläden und Bauernmärkte
prägen das Bild. Die Waren sind oftmals
wesentlich günstiger zu bekommen als in
den großen Küstenorten. Auf keinen Fall
verpassen sollten Sie einen Besuch der
jüdischen Synagoge „La Ghriba“ in
Er-Rhiad. Sie fällt durch ihre üppigen
Holzschnitzereien, Gemälde und
Mosaikarbeiten auf und beinhaltet auch
eine der heiligen Thora-Rollen, die zu
den ältesten Schriftstücken weltweit
gezählt werden. Sie können die Synagoge
von innen besichtigen und erhalten dazu
– gegen eine kleine Spende – leihweise
Filzpantoffeln und eine Kopfbedeckung.
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